A Fine Madness
Menschen sind nicht gern krank. Bei den ersten Anzeichen eines Virus setzen wir alles daran, ihn zu bekämpfen. Doch so sehr wir Krankheiten auch als unnatürlich betrachten, die Geschichte lehrt uns, dass Viren und Seuchen schon immer ein unvermeidlicher Bestandteil des menschlichen Lebens auf der Erde waren. Der Künstler Justin Weaks von der Woolly Mammoth Company lädt uns zu einem radikalen Akt des Gedenkens ein, der die Grenzen zwischen Performance und Event verschwimmen lässt. Inspiriert von der Mission der Voyager Golden Record, ruft „A Fine Madness“ sein Publikum dazu auf, durch ein Kaleidoskop aus Poesie, Spielen, Musik, wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erzählungen an der Entstehung eines Zeugnisses gemeinsamer Menschlichkeit mitzuwirken. Indem er seine eigene Geschichte des Umgangs mit einer HIV-Diagnose neu erzählt und verarbeitet, verschwimmt die Grenze zwischen Künstler und Publikum. Was geschieht? Was kommt als Nächstes? Wie überleben wir das, was sich auflöst, um das zu sehen, was noch entstehen wird? „A Fine Madness“ ist Experiment und Feier zugleich, Erfahrung und Entdeckung, ein Akt der Bestätigung angesichts des drohenden Verschwindens. Für die Nachwelt!
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